INTEGRATIVE HILFEN


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Die Hans-Wendt-Stiftung in der Ganztagsschule


Seit August 2004 arbeiten drei SozialpädagogInnen und eine Psychologin der Hans-Wendt-Stiftung in der Tami-Oelfken-Schule.
Die Hans-Wendt-Stiftung ist ein Träger der freien Jugendhilfe, der u.a. Schulkindern mit Förderbedarf und deren Familien auf der Grundlage von KJHG und BSHG eine integrative heilpädagogische Tageserziehung (IHTE) anbietet.

In enger Zusammenarbeit entwickelten die MitarbeiterInnen der verschiedenen Institutionen (Schule, KTH, Hans-Wendt-Stiftung) eine gemeinsame Konzeption für die Ganztagsgrundschule, welche seit Sommer 2004 existiert. Die integrative Arbeit findet nun in dieser Ganztagsschule statt.

Die Zielgruppe sind Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen und/ oder Behinderungen. Eltern können diese Hilfen für ihr Kind bei uns beantragen. Eine Beratung der Familien schließt sich an. Das oberste Ziel ist die Vermeidung von Aussonderung.

In der Eingangsdiagnostik werden die Stärken des Kindes und die Ressourcen seines Umfeldes ermittelt. Die daraus abgeleitete Förderung wird genau dokumentiert und regelmäßig überprüft.
Sehr oft liegt der Förderschwerpunkt im emotional-sozialen Bereich (Kontakt zu anderen Kindern und zu Erwachsenen aufnehmen, Wünsche und Interessen angemessen äußern, spontane Handlungsimpulse auch einmal aufschieben, anderen zuhören, bei Konflikten anders als mit körperlicher oder verbaler Aggression reagieren, Frustrationen aushalten, Kompromisse eingehen, Freundschaften schließen). Bei vielen Kindern umfasst der Förderbedarf auch den kognitiven Bereich (Merkfähigkeit, Konzentration, Arbeitsverhalten), den grob- und feinmotorischen Bereich (Kräfte dosiert einsetzen, körperliche Anspannung abbauen, zur Ruhe kommen), den sprachlichen Bereich (sich verständlich machen, in Dialog mit anderen treten oder den alltagspraktischen Bereich (altersgemäße Selbstständigkeit).

Die Förderung der Kinder erfolgt - zugeordnet in Jahrgangsstufen - in Form von Klassenbegleitung, Kleingruppenarbeit, Einzelförderung, Freizeitgestaltung, themenbezogenen AGs, Konfliktbearbeitung („Offenes Ohr“) und Sozialtrainings.

In der pädagogisch-psychologischen Beratungsarbeit mit den Familien geht es vielfach darum, die Kontinuität in der Versorgung der Kinder sicherzustellen, verbindliche Regeln einzuführen, Grenzen zu setzen, Absprachen zu treffen und umzusetzen, dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechende Anforderungen zu stellen oder Hilfen im Umgang mit Behörden etc. zu geben.

Eine enge Verzahnung von Schule, Sozialarbeit und Beratung/Therapie ist notwendig, um optimale Förderprogramme zu entwickeln. Darüber hinaus findet eine Vernetzung im Stadtteil statt, um Hilfen auch außerhalb von Familie und Schule (Spielhaus, Gesundheitsamt, Kindergärten, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst etc.) zu gewährleisten.

Die Arbeit ist darauf ausgelegt, nicht nur den benannten Förderkindern die entsprechenden Hilfen zu geben, sondern im Rahmen von strukturverbessernden Maßnahmen die gesamte Entwicklung der Ganztagsschule und ihrer Individuen zu unterstützen.