INTERKULTURELLE ELTERNARBEIT
"Hand in Hand"

Konzeption des Pilotprojektes
(01.08.2005 - 31.07.2008)




Der Senator für Bildung
in Zusammenarbeit mit der Universität Bremen
und freundlicher Unterstützung des Senators für Bildung






an der Tami-Oelfken-Schule Hand in Hand mit den Eltern


Zweites fortgeschriebenes Konzept, Stand Oktober 2005

Gliederung

1. Projektentstehung und Problemstellung
2. Projektziele
3. Projektbeschreibung
4. Durchführung
5. Wissenschaftliche Begleitung

1. Projektentstehung und Problemlage

Die Tami-Oelfken-Schule befindet sich in Bremen Nord und ist eine zweizügige gebundene Ganztags-Grundschule. Der Anteil der SchülerInnen nicht deutscher Muttersprache liegt bei 72,4 %. Diese Gruppe setzt sich aus türkischen, kurdischen, russischen, arabischen und polnischen SchülerInnen zusammen.
Nach den Erfahrungen der KollegInnen, die sich durch die PISA Ergebnisse bestätigt haben, sind Kinder mit Migrationshintergrund besonders stark von schulischen Problemen betroffen.
Die KMK und die Bund-Länder-Kommission fordern deshalb eine Verbesserung der Bildungschancen besonders für diese Schülergruppe.
Zusammen mit ganztägiger und längerer gemeinsamer Förderung aller Kinder wird die Stärkung der Elternarbeit als eine wesentliche Maßnahme auf diesem Weg der Entkoppelung von Herkunft und Bildungschancen angesehen.
Die Tami-Oelfken-Schule bringt bereits zwei Voraussetzungen, den Ganztagsbetrieb und die sechsjährige Grundschule, als Bausteine mit.
Die Notwendigkeit, die Elternmitwirkung zu intensivieren, wurde vom Kollegium stets als dritter Baustein zur Verbesserung des Schullebens und Lernerfolgs der Kinder für wichtig erachtet. In diesem Zusammenhang wird die Integration von Eltern mit Migrationshintergrund besonders relevant.
Es müssen emotionale Brücken des gegenseitigen Verständnisses, der wechselseitigen Achtung und sozialer Wertschätzung zwischen Eltern mit Migrationshintergrund und Schule aufgebaut werden, denn viele Eltern trauen sich nicht in die Schule zu kommen, vor allem aus dem Gefühl heraus, fremd zu sein und nicht verstanden zu werden. Daher brauchen sie gezielte Angebote, bei denen sie sich wohlfühlen, ihre Erfahrungen und Erwartungen aussprechen können. Damit geht eine Förderung der deutschen Sprache und der interkulturellen Kompetenz einher. Auch die Lehrer haben dadurch einen besseren Zugang zu den Eltern und deren Kultur. So sollen diese Elternangebote die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern verbessern, da beide Seiten sich besser vermitteln und aufkommende Konflikte sowie Missverständnisse bereits im Entstehen klären können.
Im Rahmen einer Kooperation mit der Akademie für Arbeit und Politik und mit Unterstützung des Senators für Bildung entstand 2005 unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Leithäuser das Projekt zur interkulturellen Elternarbeit: „Schule – Eltern Hand in Hand“. Es trägt mit seinem interkulturell orientierten Ansatz dazu bei, gerade Eltern mit Migrationshintergrund stärker in die Schule einzubeziehen und die Zusammenarbeit mit den Lehrern zu intensivieren.
Eine Diplom Psychologin türkisch-kurdischer Herkunft mit sozialpsychologischer und mehrsprachlicher (Türkisch, Kurdisch und Deutsch) Kompetenz ist für das Projekt gemeinsam mit anderen Projektmitarbeiterinnen zuständig.

2. Ziele

Ziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern zu verbessern, so dass die Kinder eine adäquate Unterstützung während ihrer Schulzeit bekommen. Dabei sollen sich insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund und Schule näher kommen, sich verständigen und gemeinsam am schulischen Alltagsgeschehen teilhaben.
Die Projektarbeit soll an der unmittelbaren Lebensrealität der Eltern ansetzen, ihrer Migrationserfahrung Rechnung tragen, ihre Handlungskompetenz stärken und zur Identifikation mit der Schule ihrer Kinder beitragen.

Konkret geht es darum:
• den Zugang der Eltern zum schulischen Geschehen zu erleichtern
• Vertrauen und gegenseitige Anerkennung zu schaffen
• für die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe zu sensibilisieren. Das Feld für kulturelle Missverständnisse ist groß: Familie, Freundschaft, Arbeit, Zeit, Erziehung können sehr unterschiedlich verstanden und gelebt werden
• Settings, die das Verständnis für die jeweils andere Kultur eher möglich machen zu entwickeln
• die gemeinsame Verantwortung von Eltern und Lehrern für die schulische Entwicklung der Kinder zu stärken
• die aktive Mitgestaltung der Eltern am schulischen Leben zu fördern
• zur Mitwirkung in schulischen Gremien zu motivieren.

3. Projektbeschreibung

Das Projekt richtet sich insbesondere an die Elternschaft und SchülerInnen mit Migrationshintergrund der beiden ersten Klassen.
Das Projektteam ist interdisziplinär: Pädagoginnen (Klassenlehrerinnen), Schulleiterin, Sozialpädagoginnen, eine für diese Schülergruppe zuständige Sonderschulpädagogin und die das Projekt leitende Diplom-Psychologin als pädagogische Assistentin.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen und erstreckt sich über drei Schuljahre.
Zu Beginn dient eine halbjährige Vorlaufphase zur Planung, Kontaktaufnahme und zum Kennenlernen aller Beteiligten.

Vorlaufphase (Mai – Juli 2005):
• Konzeption des Projektes
• Planungen für die Durchführung
• Teambildung
• Kontaktaufnahme zu Institutionen und Personen, die das Projekt unterstützen können
• Teilnahme am Elternabend für die neuen Erstklässler, um das Projekt vorzustellen
• Planung der Auftaktveranstaltung für das Projekt

Arbeitsphase (Schuljahr 2005/06; 2006/07):
• Verankerung und Umsetzung des Projektes an der Schule
• Reflexive Teamarbeit

Abschlussphase (Schuljahr 2007/08):
• Fortführung der Projektarbeit an der Schule
• Evaluation
• Transfermöglichkeiten

4. Durchführung

4.1. Die konkrete Elternarbeit an der Schule
Die Elternarbeit ist als offenes Angebot niedrigschwellig gehalten. Sie findet sowohl in der Schule als auch im häuslichen Rahmen mit folgenden Schwerpunkten statt:

• offenes Gesprächsangebot bei Tee und Kaffee
Beim Bringen und Abholen der Kinder sollen Eltern in freundlicher Atmosphäre die Möglichkeit erhalten, sich untereinander kennenzulernen, sich auszutauschen und sich mit dem schulischen Alltag vertraut zu machen, um aktiver am schulischen Geschehen teilzuhaben.

• Beratungsangebot
Bei der Beratung sollen die individuellen schulischen Bedürfnisse von ratsuchenden Eltern im Vordergrund stehen. Dabei soll eine Klärung stattfinden und ein Lösungsansatz erarbeitet werden.

• Gesprächskreis für Eltern
Der Gesprächskreis bietet den Eltern ein Diskussionsforum für:
- erziehungsrelevante Themen, wie z.B. Medienkonsum und Strukturen und Anregungen für den Alltag
- schulische Themen, wie z.B. das Kennenlernen von Arbeitsweisen und Zielen der Grundschule und die Inanspruchnahme möglicher Hilfsangebote für ihre Kinder
- den Austausch von Migrationserfahrungen und den Umgang mit der deutschen Kultur und anderen Kulturen, wie z.B. Unterschiede in Erziehungsfragen.

• Aufsuchende Elternarbeit
Hausbesuche können den Kontakt zu den Eltern fördern und geben Hilfestellung. Sie sind besonders sinnvoll in Situationen, in denen die gewöhnliche schulische Kommunikation mit den Eltern nicht ausreicht.

• Eltern- Kind- Angebote
Dies sind weitere Möglichkeiten, Kontakt zu den Eltern aufzubauen und sie in die Schule einzubinden:
- Internationale Kinderfeste mit Tanz, Musik und Spielen aus verschiedenen Kulturen
- Eltern - Kind -Tage veranstalten, an denen Kinder und Eltern zusammen basteln, spielen und gemeinsame „Ausflüge“ unternehmen.

• Deutsch im Alltag lernen
Eltern helfen anderen Eltern bei dem Erlernen von Alltagsdeutsch, um sich in der Schule besser verständigen zu können.

4.2. Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
Bei der Umsetzung und Etablierung des Projektes ist es sinnvoll verschiedene Einrichtungen in die Arbeit einzubeziehen. Neben Informationen und Austausch werden auch Kooperationen angestrebt.
Innerhalb der Schule:
• mit dem Deutschkurs „Mama lernt Deutsch“. Einbeziehung der
Kompetenzen und der Kontakte der muttersprachlichen Lehrkräfte
• mit den Kollegen der Hans-Wendt-Stiftung: Die Förderpädagogen und der Psychologe sollen in ein schulisches Elternarbeits - Konzept einbezogen werden
• mit dem Lehrer für Türkisch und für Kurdisch
• mit dem nicht- unterrichtenden Personal, wie z.B. die russisch und türkisch sprechenden BetreuerInnen

Außerhalb der Schule (im Stadtteil):
• mit formellen und informellen Migranten - Selbstorganisationen, wie z.B. türkischer Vereine des Stadtteils und Besuch der Moschee
• mit der Erziehungsberatungsstelle
• mit dem „Haus der Zukunft“ und dem „Haus der Familie“
• mit dem Schulpsychologischen Dienst
• mit den Kontaktpolizisten

5. Wissenschaftliche Begleitung

Als Kooperationspartner ist die Akademie für Arbeit und Politik für die wissenschaftliche Begleitung (Supervision, Dokumentation und Evaluation) des Projektes zuständig.
Aus einem praxisnahem Forschungsansatz, der eine reflexive Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis impliziert, können Entwicklungen und Ergänzungen in die untersuchte Praxis einfließen und methodisch evaluiert werden. Ermöglicht wird dies durch eine wissenschaftliche Begleitung und Supervision.
Ein thematischer Schwerpunkt der Arbeit der Akademie liegt in der Entwicklung der Elternarbeit an Schulen. Mit dem Projekt Interkulturelle Elternarbeit soll der Dialog zwischen Eltern, insbesondere Eltern mit Migrationshintergrund und Schule verbessert werden. Neben dem sprachlichen Verständigungsproblem erschweren gegenseitige Fremdheit, Unsicherheit und Ängste eine produktive Interaktion zwischen Eltern und Lehrern. Hinzu kommt bei Eltern mit Migrationshintergrund häufig eine andere Vorstellung von Schule als Institution und der Eltern- und Lehrerrolle. Dieser Beziehungsdynamik gilt unser besonderes Interesse.
Erkenntnisse aus dem Reflexionsprozess fließen in die Projektpraxis zurück.
Daraus erschließt sich ein intensives und kooperatives Arbeiten zwischen dem Projektteam und der wissenschaftlichen Begleitung.

5.1. Projektteam - Supervision
In der monatlichen Projektteam - Supervision werden sowohl für die Planung und Durchführung relevanter Inhalte (Rahmenbedingungen, Rollenklärung im Team, Aufgabenverteilung, Klärung von Zuständigkeiten, Vernetzung nach „innen“ und „außen“, konkrete Angebote der Elternmitwirkung an schulischen Gestaltungsprozessen, Stand der Projektarbeit) als auch dabei auftretende Schwierigkeiten und Probleme reflektiert. Auch dieses trägt zu einer verbesserten Projektpraxis bei.

5.2. Forschungssupervision
Die Psychologin vor Ort wird durch eine Supervision unterstützt. Bei dieser Arbeit stehen psychodynamische Prozesse im Vordergrund. Deren Klärung ermöglicht ein besseres Verstehen und ein adäquateres Vorgehen im schulischen Beziehungsgefüge.
Daraus werden fortlaufend Erkenntnisse für das Themenfeld interkulturelle Elternarbeit gewonnen, die ebenfalls in die schulische Praxis einfließen.

5.3. Evaluation
Im Rahmen der qualitativen Sozialforschung sind fortlaufende Dokumentationen (Arbeitstagebuch) und Gruppendiskussionen mit Eltern, LehrerInnen und Projektmitarbeiterinnen geplant. Die daraus gewonnenen Ergebnisse fließen sowohl in die Pädagogische Psychologie als auch in die konkrete Lehrer - Elternarbeit zurück.


Ansprechpartnerinnen:
 

Dr. Renate Haack-Wegner
E-mail: hwegner@uni-bremen.de

Dipl.-Psych. Caterina Sobotta
bartulin@aap.uni-bremen.de


Erstes Konzept, Stand März 2005

1. Beweggründe für das Projekt  

Die Tami-Oelfken-Schule ist eine Brennpunktschule mit einem Anteil an Kindern nichtdeutscher Muttersprache von 72,4%.
Nach den Erfahrungen des Kollegiums, die durch PISA bestätigt wurden, sind Migrantenkinder besonders stark von schulischen Problemen betroffen.
Die KMK und die Bund-Länder-Kommission fordern deshalb eine Verbesserung der Bildungschancen von Migrantenkindern.
Zusammen mit ganztägiger und längerer gemeinsamer Beschulung aller Kinder wird die Verstärkung der Elternarbeit als eine wesentliche Maßnahme auf diesem Weg der Entkoppelung von Herkunft und Bildungschancen angesehen.
Dies wird so auch von internationalen Studien belegt.
Die Tami-Oelfken-Schule bringt bereits zwei Voraussetzungen, den Ganztag und die sechsjährige Grundschule, als Bausteine mit.
Die Notwendigkeit der Intensivierung der Elternarbeit ist dem Kollegium als dritte Voraussetzung zur Verbesserung des Schulerfolgs in Verbindung mit einer Förderung der Integration immer klar gewesen.
Das vorgelegte Schulprogramm benennt deshalb als ein vordringliches Ziel die Elternarbeit.

2. Beteiligte Institutionen, Personen und deren Zuständigkeit

Tami-Oelfken-Schule:
- Syltje Töpper-Hurrle: Schulleiterin
- Christa Allen: Konrektorin
- B. M-K.: pädagogische Assistentin und Projektmitarbeiterin, (Dipl. Psychologin)

Universität Bremen/ Akademie für Arbeit und Politik:
Zuständig für die wissenschaftliche Begleitung
(Evaluation, Supervision, Dokumentation) des Projektes:
- Prof. Thomas Leithäuser, Leitung
- Dr. Renate Haack-Wegner, Mitarbeiterin
- Dipl. Psy. Catarina Sobotta, Mitarbeiterin
- Linda Fröhlich: Erzieherin und Psychologiestudentin im Hauptstudium, Projektmitarbeiterin im Rahmen des Projektes

Das Projekt findet mit freundlicher Unterstützung des Senators für Bildung statt:
(Herr Oberschulrat Werner Willker)

3. Ziele und Umsetzung des Projektes

Ziel des Projektes ist es, die Zusammenarbeit zwischen Schule, Eltern und Kindern zu intensivieren und zu verbessern, so dass die Kinder eine optimale Unterstützung während ihrer Schulzeit bekommen.
Dabei steht schwerpunktmäßig die Elternschaft mit Migrationshintergrund (Türken, Kurden, Russen) im Vordergrund.

Ziel ist die Verbesserung der Kooperation zwischen Eltern und Schule zum Wohle der Kinder.

Dabei geht es um
- verantwortliche Einbeziehung der Eltern in die schulische Arbeit
- die Motivation der Eltern zur Mitarbeit in schulischen Gremien
- aktive Mitgestaltung des schulischen Lebens durch die Eltern
- die gemeinsame Verantwortung von Eltern und Lehrer für die schulische Entwicklung der Kinder
Das Projekt „Interkulturelle Elternarbeit“, soll an der unmittelbaren Lebensrealität der Eltern ansetzen, ihrer Migrationserfahrung Rechnung tragen, ihre Handlungskompetenz stärken, sowie zur Identifikation mit der Schule ihrer Kinder beitragen. Die Elternarbeit soll niedrigschwellig und interkulturell sein (das Feld für kulturelle Missverständnisse ist groß: Familie, Freundschaft, Arbeit, Zeit, Erziehung können sehr unterschiedlich verstanden werden).
Die Ziele sollen durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
- Aufsuchende Elternarbeit
- Individuelle Elternsprechstunden als „Offenes Ohr“ anbieten
(Es sollen emotionale Brücken zwischen Schule und Elternhaus aufgebaut werden; die Angebote für Eltern mit Migrationshintergrund müssen grundlegend verändert werden.

Viele Eltern trauen sich nicht oder kommen aus dem Gefühl heraus, nicht verstanden zu werden, nicht in die Schule. Sie benötigen Angebote, wo sie sich wohl fühlen, offen ihre Sorgen und Erfahrungen aussprechen können.)
- Einrichten eines Gesprächskreises für Eltern mit einem Austausch über Fragen der Erziehung und des Lernens - das zentrale Problem des oft unzureichenden Erziehungswissens der Migranteneltern soll bearbeitet werden: Themen wie Medienkonsum der Kinder, Gewährenlassen, oftmals chaotische zeitliche Strukturierung des Alltags, fehlende Anregungskultur Zuhause – Lesekultur, Tischspiele, Vorlesen, Malen, Basteln, Eröffnung von Möglichkeiten ihren Kindern zu helfen – aber auch Informationen über das deutsche Bildungssystem sollen gegeben werden
- Suche nach Möglichkeiten der Einbindung der Eltern in den Schulalltag als Partner für die Schule (dabei sollen die Fähigkeiten der Eltern, die sie aus ihren Heimatländern mitbringen ins Blickfeld gerückt werden)
- Vernetzung mit dem Kurs „Mama lernt Deutsch“
- Einbeziehung der Kompetenzen und Beziehungen der muttersprachlichen Lehrkräfte
- Es soll eine Kontaktaufnahme zu formellen und informellen Migranten-Selbstorganisationen erfolgen (Einbeziehung türkischer Vereine des Stadtteils, Besuch der Moschee)
- Schule und Jugendhilfe sollen möglichst vernetzt werden ( Hans-Wendt-Mitarbeiter sollen in ein schulisches Elternarbeitskonzept einbezogen werden)

Ferner wird das Projekt im Rahmen der Praxisforschung wissenschaftlich begleitet durch die Akademie für Arbeit und Politik der Universität Bremen.
Die wissenschaftliche Begleitung umfasst die Dokumentation über den gesamten Zeitraum, Supervision für die Projektteilnehmer sowie die Evaluation des Projektes. Außerdem wird gegen Ende der Projektphase die Möglichkeit des Transfers auf andere Schulen mit ähnlicher Problemlage (z.B. Schule Am Wasser) überprüft und ggf. umgesetzt.

4. Zeitplan & Aufgabenverteilung

Die Aufgabenverteilung wird zwischen Schule, Schulleitung und päd. Assistentin einerseits und zwischen der Akademie für Arbeit und Politik andererseits in jeder Projektphase einvernehmlich und entsprechend den o. g. Zuständigkeiten abgesprochen und geregelt.

Die Gesamtlaufzeit des Projektes beträgt 3 Jahre.
Projektbeginn: 1.8.05
Projektende: 31.7.08
Die Projektlaufzeit lässt sich in folgende Phasen gliedern:
Vorlaufphase: ½ Jahr vor Projektbeginn(1.2.05 –31.7.05)
- Konzeption des Projektes
- Planung für die Durchführung
- Kontaktaufnahme zu Institutionen und Personen, die das Projekt unterstützen können
- Elternabend für die neuen Erstklässler, um das Projekt vorzustellen
- Planung und Vorbereitung der Auftaktveranstaltung
Einführungsphase: 1. Jahr (1.8.05 – 31.7.06)
- Auftaktveranstaltung für das Projekt (ca Mitte bis Ende September)
- Verankerung und Umsetzung des Projektes an der Schule
Konkrete Praxis: im 2. Jahr (1.8.06 – 31.7.07)

- Fortsetzung des Arbeitsprozesses an der Schule
Evaluation und Transfermöglichkeiten, sowie die Fortführung des Arbeitsprozesses:
im 3. Jahr (1.8.07 – 31.7.08)

5. Vernetzungs- und Unterstützungsmöglichkeiten

Bei der Umsetzung und Etablierung des Projektes ist es sinnvoll, verschiedene Einrichtungen mit einzubinden und in die Arbeit mit einzubeziehen, so dass sämtliche Anlaufpfeiler informiert sind und ein Austausch untereinander stattfinden kann.
Unterstützungsmöglichkeiten innerhalb der Schule:
- Hans- Wendt- Stiftung: Förderpädagogen und Dipl. Psy. Herr Hans-Joachim Gebhardt
- Lehrerin für den muttersprachlich türkischen Unterricht
- Lehrer für den muttersprachlich kurdischen Unterricht
- Nicht - unterrichtendes Personal: Erzieherin – Migrationshintergrund Russland
- Nicht - unterrichtendes Personal: Erzieher – Migrationshintergrund Türkei
- Deutschkurs: „Mama lernt Deutsch“
Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb der Schule (im Stadtteil):
- Erziehungsberatungsstelle: Dipl. Psy. Nevriye Kayis
- Moschee
- Haus der Zukunft
Haus der Familie
- Schulpsychologischer Dienst: Dipl. Psy. Frau Markner
- Kontaktpolizisten

Bremen, 15.03.2005

Prof. Thomas Leithäuser, Akademie für Arbeit und Politik
Syltje Töpper-Hurrle, Christa Allen, Schulleitung